Angst

Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.

(Khalil Gibran)

Angst Hochseil  - Phobiebehandlung HYPNOSAN Praxis

Angst ist erst mal nur ein Gefühl wie viele andere, die wir wahrnehmen. Sie hält uns davon ab, Dinge zu tun, die uns gefährlich werden könnten. Zum Problem wird die Angst dann, wenn sie inadäquat ist. D.h. wenn wir Angstgefühle wahrnehmen, obwohl die Situation in der wir uns befinden, objektiv gesehen ungefährlich ist.

 

Wie kommt so eine "pathologische" Angst zustande?

Sehr wahrscheinlich haben wir in unserem Leben schon einmal eine Situation erlebt, die uns gefährlich oder potenziell gefährlich wurde. Vielleicht hat sie uns sogar erschreckt oder überrascht. Unser Unterbewusstsein bildet in diesem Moment dann so etwas wie ein Programm, dass uns in Zukunft davon abhalten soll, wieder in solch eine Situation zu kommen.

Dieses Programm wird ab diesem Moment immer dann "gestartet", wenn eine aktuelle Situation einen oder sogar mehrere Ähnlichkeitsreize aufweist wie die Ursprungssituation. Die Ähnlichkeit kann dabei auf so ziemlich jedem Kanal auftreten, den wir wahrnehmen können. Als Resultat bekommen wir vom Unterbewusstsein das präsentiert, was uns trotz unserer eigentlichen Intention davon abhalten soll, damit weiterzumachen, was wir gerade tun: die Angst.

Das bedeutet also auch, dass dieses "Angstprogramm" stärker sein muss als unser bewusster Wille, um zu funktionieren.

Jetzt gibt es leider Programme, die in uns schlummern und vor langer Zeit entstanden sind (meist in der frühen Kindheit) und nach wie vor über Ähnlichkeitsreize angetriggert werden, obwohl wir uns mit unseren Fähigkeiten und unserer Persönlichkeit mittlerweile weiterentwickelt haben.

 

Wie kriegen wir dieser Angst denn jetzt gesagt, dass wir diese Reaktion heute nicht mehr gebrauchen können und wir sie für überflüssig halten?

Genau hier setzt die Hypnose an.

In einer Regressionstherapie geht man in der Trance auf die Suche nach den ursprünglichen Ereignissen, die zur Bildung dieses Programms geführt haben. Dort angekommen, kann man es dann einfach "umschreiben" bzw. neu bewerten (reframen).

 

Warum brauche ich Hypnose dazu?

Zunächst brauche ich für den Einstieg in den Prozess ein tatsächliches Gefühl und nicht nur das "darüber Reden". In Hypnose ist die kognitive Hemmung unserer Gefühle gegenüber unserem Wachzustand herabgesetzt, sodass wir leichter an diese Gefühle herankommen und wir mit ihnen arbeiten können.

In Hypnose erleben wir aber auch eine Steigerung unseres Zugriffs auf unser Gedächtnis (Hypermnesie), sodass uns Situationen aus unser früheren Kindheit wieder präsent werden können, die uns schon lange nicht mehr bewusst waren.

Nicht zuletzt tritt in Hypnose der Kritiker in uns, unser Verstand, in den Hintergrund und wird plötzlich viel flexibler. So können plötzlich potenzielle Lösungen akzeptiert werden, die vorher nicht möglich erschienen.

Kurz: Echte Veränderung passiert nicht auf der Verstandesebene und auch nicht auf der Handlungsebene sondern auf der Ebene unserer Emotionen, unserem Unterbewusstsein.

Wenn sie bereit sind für diese Veränderung, wird der Prozess der Hypnose Sie in die Lage bringen können, diese Veränderung auch zu vollziehen.

Ängste und Phobien sind ein recht weit verbreitetes Problem in unserer Gesellschaft. Ca. 10% der Bevölkerung leidet unter behandlungsbedürftigen Ängsten. Sie sind mit Ihrem Problem also nicht alleine.

Sie müssen sich aber auch nicht einfach damit abfinden, dass Sie nun mal diese Angst haben, die Sie dazu zwingt, gewisse Dinge zu vermeiden oder Ihre gewünschte Lebensqualität nicht zu erreichen.

 

Welche Formen der behandlungsbedürftigen Angst gibt es?

  • Agoraphobie (griech. Angst vor dem Marktplatz) ist die Befürchtung in öffentlichen Situationen ohnmächtig zu werden, die Kontrolle zu verlieren oder nicht schnell genug aus der Situation fliehen zu können.
  • Panikstörung ist gekennzeichnet durch schwere Angstattacken ohne dass ein erkennbarer Anlass zur Angst vorliegt.
  • Soziale Phobie ist die Angst vor Bloßstellung in der Öffentlichkeit und vor prüfender Betrachtung durch Andere.
  • Spezifische Phobien sind die Angst vor einzelnen Objekten und klar abgrenzbaren Situationen wie z.B.
    • Akrophobie, die Höhenangst
    • Arachnophobie, die Angst vor Spinnen
    • Aviophobie, die Angst vor dem Fliegen
    • Karzinophobie, die Angst vor Krebserkrankungen
    • Klaustrophobie, die Angst vor geschlossenen Räumen
    • Zoophobie, die Angst vor Tieren
  • Generalisierte Angststörung - Hier ist die Angst "redundant" geworden. D.h. sie ist nunmehr nicht nur auf eine einzelne, abgrenzbare Situation beschränkt, sondern hat von immer mehr Alltagssituationen Besitz ergriffen und sich immer weiter im Leben des Betroffenen ausgebreitet.
Gemeinsam ist den Ängsten ein daraus resultierendes starkes Vermeidungsverhalten und die sogenannte "Angst vor der Angst".
Diese Angst vor der Angst ist auch die letzte Bastion, die zunächst bestehen bleibt, wenn die ursprüngliche Angst therapeutisch beseitigt wurde. Hier muss unser innerer Kritiker durch die Alltagssituationen in denen die Angst jetzt nicht mehr auftritt erst noch überzeugt werden, bevor auch diese Angst fallengelassen wird.
Der Weg dorthin lohnt sich aber, weil der Effekt nachhaltig ist. Oder, um mit den Worten von Floris Weber, einem meiner Lehrer in Hypnosetherapie, zu sprechen:
"Aufgelöst ist aufgelöst!"